Die Elektrisiermaschinen im 18. Jahrhundert

Weber, Heiko

(Ernst-Haeckelhaus-Studien Bd. 7)


Im Zuge des 18. Jahrhunderts gewann die Elektrizitätslehre - nicht zuletzt durch die spektakulären Experimente des Abbé Nollet - ein weit über den engeren Bereich der Physik hinausgehendes Interesse. Es entwickelte sich eine regelrechte Salonkultur des elektrischen Experiments. Dabei blieb die Erzeugung der Elektrizität durch Reibung die Quelle für die Darstellung elektrischer Phänomene. Schließlich war es etwas riskant - wie Benjamin Franklin - die Elektrizität direkt vom Himmel zu holen.
Elektrisiermaschinen wurden konstruiert, um unabhängig von den natürlichen Gewitterentladungen zu sein. Mit diesen Maschinen konnte man jederzeit und kontinuierlich Elektrizitätsentladungen in größeren Intensitäten erzeugen, wie sie auch bei Gewitter auftraten.
Die Elektrisiermaschinen fanden dabei nicht nur in der naturwissenschaftlichen Forschung, sondern auch im Gartenbau oder als Instrumente einer höfischen Unterhaltungskultur Verwendung.
Als komplexe Apparaturen zur Erzeugung elektrischer Phänomene waren die Elektrisiermaschinen im 18. Jahrhundert vor allem in Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden, England und Amerika weit verbreitet.
In dem vorliegenden Band werden 150 Typen der Elektrisiermaschine beschrieben. Zu jedem Typ sind eine Abbildung, eine detaillierte Beschreibung und ein Verweis auf die erschlossenen Quellen beigefügt. Dabei werden die Konstruktionsentwicklung und die Verbreitung eines der bedeutendsten und zentralen Forschungsgeräte des 18. Jahrhunderts dargestellt. Der Band wird durch eine Bibliographie zum Thema ergänzt. Damit liegt eine Monographie mit Handbuchcharakter vor, die zu großen Teilen neu recherchiertes Material erschließt und damit eines der bekanntesten Instrumente der Wissenschafts- und Unterhaltungskultur des 18. Jahrhunderts darstellt.


Inhalt:
Typologie, Systematik und QuellenlageSystematisches Verzeichnis der Elektrisiermaschinen im 18. Jahrhundert
A Die Entwicklung der Elektrisiermaschinen im 18. Jahrhundert
B
C
1. Elektrischer Körper aus Glas
1.1 Glaskugel
1.1.1 In Bezug auf die Anzahl der Glaskugeln
1.1.1.1Eine einfache Kugel
1.1.1.2Zwei Kugeln
1.1.1.3Vier Kugeln
1.1.1.4Sechs Kugeln
1.1.2In Bezug auf die Befestigung der Glaskugel
1.1.2.1Mit doppelten horizontalen Zapfen
1.1.2.2Mit einfachen Zapfen
1.1.2.2.1Unten angebracht
1.1.2.2.2Befestigung an der Seite
1.1.2.3Mit doppelten senkrechten Zapfen
1.2Glaszylinder
1.2.1Einfache Zylinder
1.2.1.1Horizontalliegende Zylinder
1.2.1.2Senkrecht stehende Zylinder
1.2.2Zwei horizontal übereinander liegende Zylinder
1.2.3Vier horizontalliegende übereinander angebrachte Zylinder
1.2.4Acht übereinander liegende Zylinder
1.2.5Zwölf übereinander liegende Zylinder
1.3Scheiben
1.3.1Eine einfache Scheibe
1.3.2Zwei Scheiben
1.3.2.1Nebeneinander angebrachte Scheiben
1.3.2.2Hintereinander stehende Scheiben
1.3.3Drei Scheiben
1.3.4Mehrere Scheiben
1.4Glasröhren
1.4.1Einfache Glasröhren
1.4.2Mehrere Glasröhren, welche sich der Länge nach auf und ab bewegen
2.Elektrische Körper aus Schwefel
2.1Kugel
2.2Walzen
3.Elektrische Körper aus Zeug (Wachstaffet, ungebleichte Leinwand, wollenes und seidenes Zeug, Leder, Papier, Holz und Gummilack)
3.1Walzen
3.1.1Einfache Walzen
3.1.2Zwei Walzen
3.2Scheiben
3.2.1Mit Zeug bespannte Ringe
3.2.1.1Mit seidenen Zeug bespannte Ringe
3.2.1.2Mit wollenen Zeug bespannte Ringe
3.2.2Lackierte Scheiben aus Pappe
3.2.2.1Zwei Scheiben
3.2.2.2Drei Scheiben
3.2.3Mit Firnis überzogene Scheiben aus Holz
3.2.4Körper aus Gummilack
3.2.4.1Scheiben
4.Bandgeneratoren
5.Viereckige Rahmen mit Zeug oder Fellen bespannt
5.1Mit seidenen Zeug bezogen
5.2Mit wollenen Zeug bezogen
5.3Mit Katzenbalg bezogen
6.In Gestalt eines Haspels mit Pelz bezogen
7.Eingekehrte Maschine, mit unbeweglicher Glasscheibe, aber beweglichen Küssen
8.Taschenmaschine
9.Moulins Maschine
DBiographisch-Bibiographisches Verzeichnis der Konstrukteure von Elektrisiermaschinen
ELiteraturverzeichnis





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