Wege der Evolutionsgeschichtsschreibung
Wissenschaftstheoretische Untersuchungen zu den Methoden der Phylogenetischen Systematik und der konstruktionsmorphologischen Anagenetik
Langanke, Martin
(Supplement-Bände des Jahrbuchs für Geschichte und Theorie der Biologie Band 2/2003)
- 2003
- 226 S.
- 9 Abb.
- 17 x 24 cm
- dt.
- EUR 32,00
- ISBN 3-86135-371-7
Mit der Phylogenetischen Systematik des Entomologen Willi Hennig und dem anagenetischen Methodenset der Frankfurter Konstruktionsmorphologie werden in der vorliegenden wissenschaftstheoretischen Studie zwei neuere Ansätze historisch-rekonstruktiver Evolutionsforschung vorgestellt und auf ihre Leistungsfähigkeit untersucht. Gefragt wird, ob mit den jeweils angebotenen Begriffen und Methoden die jeweils selbst gesteckten Ziele methodisch kontrolliert erreicht werden können.
Inhalt:
Vorbemerkung
- Einführung
- Philosophie und Klassifikation - Philos Kosmologie
- Romantische Naturphilosophie und Typuswiedererkennung
- Zwei Richtungen historisch-rekonstruktiver Evolutionsforschung
- Phylogenetik
- Anagenetik
- Ablauf der Untersuchung
- Biosystematik und Phylogenetik
- Das "natürliche System" als Gegenstand der Biosystematik
- Die Anfänge der Phylogenetik
- "Klassifizieren" - ein Definitionsvorschlag
- Zur Rede von "natürlich" und "künstlich" bei Linné
- Phylogenetische Systematik nach Hennig
- Hennigs phylogenetischer Art-Begriff
- Geschlossene Fortpflanzungsgemeinschaften
- Engere Fortpflanzungsgemeinschaften innerhalb der Arten
- Abstammungsbeziehungen zwischen Arten
- Prämissen und Ziele der Phylogenetischen Systematik
- Drei methodisch wichtige Vorannahmen Hennigs
- "Synapomorphie" bei Hennig
- Synamorphien als Monophylie-Indizien
- Vom Kladogramm zur Begriffshierarchie
- Zur Position der Evolutionären Klassifikation
- Kritische Zwischenbilanz
- Probleme der Synapomorphie-Erkennung
- Die Lesrichtungsproblematik
- Zu Hennigs Rede von "Transformation"
- M-Homologie als Indiz für P-Homologie
- Konnektionsverhältnisse, Zwischenformen und spezifische Qualitäten
- M-Homologie
- Baugleichheit und morphologischer Grundplan
- Der Schluß von M-Homologie auf P-Homologie - Konvergenz
- Hennigs Lesrichtungskriterien
- Die Reversibilitätsproblematik
- Die Singularitätsproblematik
- Hennigs Vorschläge zur Lösung des Singularitätsproblems
- Das Singularitätsproblem in der Hennig-Nachfolge
- Zu neueren Strömungen in der Phylogenetischen Systematik
- Die Ax-Rieppel-Kontroverse
- Die Vollständigkeitsbedingung
- Nomenklatur statt Phylogenetischer Systematik
- Konstruktionsmorphologische Anagenetik
- Phylogenese und Anagenese
- Konstruktions- und Maschinenmodelle
- Borellis biomechanische Modellierung des Arms
- Das Hydraulik-Modell
- Modellierung statt Vergleich
- Zur Konstruktionslehre der Konstruktionsmorphologie
- Elemente der konstruktionsmorphologischen Organismustheorie
- Kraftschlüssigkeit
- Statische Limitation
- Energiewandel, Optimierung und Ökonomisierung
- Nutzungsspektren - Funktionswechsel und Differenzierung
- Konstruktive Invarianten
- Konsequenzen für die Konstruktionslehre
- Mittel und Prämissen konstruktionsmorphologischer Anagenetik
- Das Lesrichtungsproblem in der Konstruktionsmorphologie
- Das Lesrichtungsproblem bei Hennig - Rekapitulation
- Konstruktionsmorphologische Lösungsansätze
- Ausgangs- und Zielkonstruktion
- Zur Kritik am Anpassungsbegriff
- Kontinuitätsannahmen
- Von der Fischflosse zur Tetrapodenextremität
- Zusammenfassung
Literaturverzeichnis